Reisen
Symbolbild Mikroabenteur: Rucksack und gespannte Plane am Baum

Urlaub im Alltag: Trend Mikroabenteuer

Raus aus dem Alltag! Den Kopf frei bekommen! Urlaub! – Dafür muss man nicht an die Seychellen und eine stundenlange Flugreise denken. Der neue Trend Mikroabenteuer hilft auch, und zwar ganz ohne großen Aufwand und preiswert. Was hat es damit auf sich?

Mikroabenteuer, das sind spontane Unternehmungen in die Natur. Den Ausdruck erfunden hat Alastair Humphreys, in Deutschland steht Christo Foerster für diese Art, Urlaub zu machen. Und die ist vor allem eins: einfach, naturverbunden, nah. Gerade in der derzeitigen Situation rund um Corona bieten sie eine willkommene Alternative zu Langstreckenflügen und unsicheren Zielländern.
Mikroabenteuer starten vor der Haustür und müssen nicht weit weg führen. Vier Spielregeln kreisen um Mikroabenteuer:

  • Kein Auto, kein Flugzeug nutzen.
  • Übernachten im Freien, aber ohne Zelt.
  • Nicht länger als 72 Stunden unterwegs sein.
  • Die Natur so wieder verlassen, wie man sie angetroffen hatte.

Tipps für den Start ins Mikroabenteuer
Was braucht es für ein Mikroabenteuer? Nicht viel. Das passende Gepäck und dann einfach machen. Und weil einem da manchmal erst eine gute Idee helfen muss, haben wir uns inspirieren lassen für eine Liste voller kleiner Abenteuer, die man nach der Arbeit oder am Wochenende erleben kann.

Symbolbild: eine Hängematte zwischen den Bäumen zur Entspannung beim Mikroabenteuer
  • Gute Aussicht vom nächsten Berg
    Suchen Sie sich die höchste Erhebung der Gegend und gehen sie ihn hinauf. Genießen Sie die Aussicht. Oder machen Sie ein Picknick – für sich, mit dem Liebsten, der ganzen Familie.
  • Den Sonnenaufgang erleben
    Auch sehr gut von der nächst gelegenen Anhöhe möglich: Den Sonnenaufgang erleben. Nicht nur, dass es heller wird, sondern in der frischen Morgenluft den Vögeln lauschen und das Farbspiel genießen.
  • Fahrt mit unbekanntem Ziel
    Fahren Sie mit einem Linienbus bis zur Endstation, entdecken Sie dieses Ziel und wandern Sie zurück. Oder – ein Tipp von Christo Foerster – setzen Sie sich in einen Regionalzug und fahren Sie bis dorthin, wohin Sie mit 10 Euro kommen. Steigen Sie aus und lernen Sie Ihre Umgebung kennen.
  • Immer geradeaus laufen
    Gehen Sie einfach los, immer geradeaus. Sich auf die Art treiben zu lassen, führt in Gegenden, die man vermutlich nicht auf dem Schirm hatte. Das lässt sich gut mit Übernachtungen im Freien verbinden. Dafür gehört ins Gepäck eine Hängematte, eventuell eine Isomatte. Wild zelten ist dagegen in Deutschland nicht erlaubt. Wer es vorhat, sollte sich deshalb lieber vorab beim Förster das Okay dafür holen.
  • Die Münze entscheidet
    Losgehen und bei jeder Wegbiegung die Münze entscheiden lassen, wo lang es weitergeht.
  • Auf Tour mit dem Fahrrad
    Mikroabenteuer lassen sich auch super mit dem Fahrrad erleben. So sind auch längere Strecken möglich – zum Beispiel entlang eines Flusses fahren oder die Burgen und Schlösser der Gegend erradeln. Auch spannend: Die eigene Stadt – wenn sie groß genug ist – zu umrunden.
  • Verheißungsvollen Namen folgen
    Orte mit witzigen oder ungewöhnlichen Namen besuchen, ist auch so ein Tipp: Wie wäre es mit dem Thüringer München, Glücksstadt in Schleswig-Holstein oder Amerika, das in Sachsen liegt? Oder mal schauen, ob in Apfelstädt Äpfel wachsen, in Pferdingsleben besonders viele Pferde und in Zickra Ziegen leben? Egal, was der Anreiz ist, das Ziel ist der Weg. Es ist, zu starten ins eigene, klitzekleine Draußen-Abenteuer.
  • Im Freien übernachten
    Im Freien schlafen – im Wald erfordert es Mut. Aber vielleicht reicht ja auch erst mal das Schlafen unterm Sternenzelt auf dem Balkon, der Terrasse oder dem Garten?

Übrigens: Mikroabenteuer funktionieren auch mit Kindern! Mit ihnen ist es noch wichtiger, keinen festgelegten Plan zu haben, sondern die Kinder mitbestimmen zu lassen, wohin der Weg gehen soll oder, wo gerastet wird. Aneinander-zip-bare Schlafsäcke zum Kuscheln sind auch sinnvoll.

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